Geschichte des Elektromobils


(Quellen: Wikipedia, RWE AG,Cleanthinking, Spiegel etc.)

Schon seit 178 Jahren gibt es Elektromobile zur Personenbeförderung. Erst 1886 präsentierte Carl Benz sein erstes Automobil mit Benzinmotor.

1839 wurde das erste Elektrofahrzeug von Robert Anderson in Aberdeen gebaut. Das erste bekannte deutsche Elektroauto baute 1888 die Coburger Maschinenfabrik A. Flocken,die den Flocken Elektrowagen herstellte. 1881 präsentierte Gustave Trouvé sein dreirädriges, elektrisch angetriebenes Fahrzeug mit dem Namen „Trouvé Tricycle“ der Öffentlichkeit. Es kann vermutet werden, dass es sich bei diesem Elektroauto um den weltweit ersten elektrisch angetriebenen Personenkraftwagen handelt. In der Frühzeit der Kraftfahrzeuge, nach den Dampfkraftwagen, aber noch vor den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, die heute als Basis unserer Automobile gelten, waren die Elektrofahrzeuge insgesamt überlegen.  >>Weiterlesen

 

1899: E-Rennwagen schafft mehr als 100 km/h

Das Design der Elektroautos dieser Zeit orientierte sich fast ausschließlich an der Form der Kutschen. Ein ganz neues Modell konstruierte 1899 der belgische Rennfahrer Camille Jenatz. Mit seinem einsitzigen, torpedoförmigen Rennwagen „Jamais Contente“ („niemals zufrieden“) stellte er 1899 mit 105 Stundenkilometern einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf.

1900: Porsche konstruiert Radnabenmotor

1900 präsentierte Ferdinand Porsche auf der Weltausstellung in Paris ein neuartiges Elektroauto, das er im Auftrag des Wiener Kutschwagenfabrikanten Ludwig Lohner entworfen hatte. Der Lohner-Porsche verfügte über zwei 2,5 PS starke Motoren, die direkt in die Radnaben der Vorderräder integriert waren. Das hatte den großen Vorteil, dass weder ein energiefressendes Getriebe noch sonstige mechanische Elemente zur Kraftübertragung erforderlich waren. Auch für das Problem der geringen Reichweite hatte Porsche eine Lösung gefunden, indem er den Elektromotor mit einem Verbrennungsmotor zu einem Hybridantrieb kombinierte. Mithilfe eines Generators erzeugte der Benzinmotor Strom für die Batterie, die die Elektromotoren versorgte. Ein äußerst modernes Konzept – wie die heutige Nutzung zeigt.

1900: Boom der Elektroautos

Tanken an der Stromtankstelle Obwohl schon kurz nach Erfindung des Verbrennungsmotors 1886 die ersten Benzinfahrzeuge auf den Markt kamen, hatte noch um die Jahrhundertwende das Elektroauto trotz seiner beschränkten Reichweite die Nase vorn. Denn im Vergleich zu den stinkenden und qualmenden Benzinmotoren fuhr es fast lautlos und ruckelfrei, und es war einfach und sauber zu bedienen. Im Jahr 1900 gab es in den USA 1575 Elektrofahrzeuge, aber nur 929 Fahrzeuge mit Benzinmotor. Fast alle New Yorker Taxis fuhren damals elektrisch. >>Weiterlesen

 

Weitere Quellen finden Sie hier:

Von "Cleanthinking"

Aus dem "Spiegel"


Tour de Sol

Eine grosse Bedeutung für die Entwicklung von Elektromobilen in der Schweiz hatte die Tour de Sol, die von 1985 - 1993 ausgetragen wurde. Es ging dabei anfänglich darum, in 5 Etappen vom Bodensee zum Genfersee zu fahren und dabei den Strom ausschliesslich aus den Solarzellen zu beziehen, die am Fahrzeug verbaut wurden. In der ersten Austragung erreichten schliesslich trotz ziemlich bedecktem Wetter und Regen 12 Fahrzeuge das Ziel. Gewonnen hat das Fahrzeug mit der grössten finanziellen und technischen Unterstützung, der Mercedes Benz von Alpha Real.

Die erste Austragung löste aber einen Schub an technischen Innovationen aus. Viele Privapersonen, Firmen und Hochschulen engagierten sich in der Entwicklung von Fahrzeugen, die meist von Grund auf neue Konstruktionen waren und bei denen die meisten Teile neu gebaut werden mussten. Ursprünglich fuhr man noch mit schweren Bleibatterien die aber schon bald durch effizientere und leichtere Batterien abgelöst werden konnten. 

Insbesondere die Ingenieurschule Biel machte in den folgenden Jahren mit ihren  Fahrzeugen Furore, aufsehenerregend insbesondere der 1. Rang 1990 am 2. Rennen der World Solar Challenge über 3'000 Kilometer in Australien.

Der ausgelöste Entwicklungsschub führte zu einer Vielzahl von neuentwickelten alltagstauglichen Fahrzeugen aller Art. Vom Personenwagen, über den Pickup zu Seniorenfahrzeugen und Dreirad-Transportern für die Post haben vor allem viele Teilnehmer an der Tour de Sol eigene Firmen gegründet, die bis heute führend sind in Sachen Energieeffizienz, Reichweite und praktischem Nutzen. In dieser Zeit haben die grossen Autofirmen ihre Ingenieurkapazitäten noch viel zu lange in die Weiterentwicklung von Verbrennungsmotoren fokussiert, was die nur zögerlichen Verbreitung von Elektro-Fahrzeugen im Personen- und Güterverkehr erklären mag. 


Das Elektroauto, das nicht überleben durfte

Im Jahre 1995 kam in den USA ein Elektroauto auf den Markt, das die Automobilindustrie hätte revolutionieren können. Doch es war so gut, dass es nicht überleben durfte.

Der "Saturn EV1" von General Motors war eigentlich seiner Zeit schon weit voraus. Er hätte wohl den Durchbruch des Elektromobils geschafft, zumindest in den USA. Doch die mächtige Oelindustrie und die grossen Autohersteller wussten das unter grossem Einsatz von Geld und politischem Lobbying zu verhindern. Damit dauerte es fast 20 Jahre, bis unter dem Druck des Klimawandels das Elektkromobil seinen mindestens dritten Anlauf nehmen konnte, diesmal wohl erfolgreich. In der Zeitschrift "Zeiten*Schrift" vom Januar 2011 ist das traurige Kapitel beschrieben, wie eine Firma 1996 ein elegantes, sportiches Zweisitzer-Elektromobil erstmals am Autosalon von Los Angeles im Jahre 1996 vorstellte,  um es nach erfolgreichem Start am 24. Juli 2003 wieder einzustellen.