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Rückspeisung (V2L/V2H/V2G)

V2X ist ein Sammelbegriff für die spezifischeren Anwendungsformen wie V2L, V2B, V2H oder V2G. Die Hebelwirkung von V2X besteht darin, dass es zu bestimmten Zeiten zugänglich und verfügbar ist. Sie stellt eine Form der Energiespeicherung dar, die sowohl den Markt für Elektrofahrzeuge als auch die Netze begünstigt. Die V2L-Technologie zum Beispiel wird sich den Prognosen zufolge schnell entwickeln, wenn man sich den Markt ansieht und V2H wird folgen. Intelligentes Laden an sich ist die Zukunft des Ladens von Elektrofahrzeugen. Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen und Ladestationen und der steigenden Notwendigkeit, umweltfreundlichere Lösungen zu implementieren, gibt es keine Grenzen für die Auswirkungen von V2X.

V2X (Vehicle-to-Everything) wird auch als Begriff für die Kommunikation mit anderen Objekten, wie anderen Fahrzeugen, Infrastrukturen und anderen Teilen des Verkehrssystems verwendet. In Deutschland gibt es zum Beispiel eine Teststecke auf der A9, welche mit über 60 Sensoren den Verkehrsfluss analysiert. Die Motivation hinter V2X sind ein besseres Strassenmanagement, sichereres Fahren, Energieeinsparungen und Verkehrseffizienz.

Projekte in der Schweiz:

Vehicle-to-Load (V2L)

Die einfachste Form der Rückspeisung ist V2L. Dabei wird im Fahrzeug eine oder mehrere Steckdosen bereit gestellt oder über ein Adapter an der Ladebuchse die Möglichkeit zum Anschluss externer Stromverbraucher geboten. Beispiele sind der Honda-e, Hyundai INONIQ 5/6, Kia EV6, Volvo EX90 und Polestar 3. Früher gab es auch schon die Möglichkeit über einen externen Wechselrichter bei den ersten Nissan Leafs Strom zu beziehen, da der Ladeanschluss CHAdeMO auch das Abgeben von Strom erlaubt.

Vehicle-to-Building (V2B) und Vehicle-to-Home (V2H)

Vehicle-to-Building (V2B) und Vehicle-to-Home (V2H) sind in ihrer Funktionsweise ähnlich. Dabei wird über eine Steuerung nur soviel Strom eingespiesen, dass kein Strom ins Netz zurückfliesst. Der Unterschied besteht darin, dass bei V2H jeweils eine Wohnpartei mit Strom versorgt wird und bei V2B mehrere Bezüger in Mehrfamilienhäusern, Gewerbe- oder Industriebetrieben versorgt werden. Mit den Entwicklungen bei den erneuerbaren Energien führt die schwankende Produktion zu einem gewissen Energieüberschuss und manchmal auch zu einem Energiebedarf. Abgesehen von der Erzeugung erneuerbarer Energie kann das Elektrofahrzeug auch zur Energieversorgung bei Stromausfällen oder Blackouts eingesetzt werden. Wir wissen, dass diese Nutzung von Elektrofahrzeugen das Stromnetz nicht direkt beeinflusst, aber sie schafft eine lokal ausgeglichene Umgebung. V2B und V2H sind noch nicht überall auf der Welt eingeführt, aber Tepco, ein Energieversorger in Japan, hat bekanntlich das bidirektionale Laden eingeführt. Tepco sagt, dass 10 Nissan Leafs genug Energie haben, um 1.000 Haushalte eine Stunde lang zu versorgen. Das ist eine Menge Energie, die auf Rädern abgerufen werden kann.

Anbieter von V2H sind in der Schweiz:

V2G - Vehicle-to-Grid

Vehicle-to-Grid bedeutet, dass Elektrofahrzeuge Strom in die Netze zurückspeisen. Dies wird erreicht, wenn das Fahrzeug zum bidirektionalen Laden in der Lage ist. Ausserdem müssen die entsprechenden V2G-Kommunikationsprotokolle zwischen dem Fahrzeug und der Ladestation sowie zwischen der Ladestation und den Steuerungssystemen vorhanden sein.Vehicle-to-Grid ist für die Netze vorteilhaft, um sie auszugleichen, insbesondere wenn erneuerbare Energiequellen integriert sind. Ausserdem ist es kosteneffizient, da die Nutzer überschüssigen Strom aus ihren Autos zu einem Standardpreis an die Netze verkaufen können.